
In 2009 hat das Georisk-Project zusammen mit CCOP (Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia) einen Workshop in Yogyakarta durchgeführt, der sich mit der Rolle von Geologischen Diensten im Bereich des Naturkatastrophenschutzes befasst hat. Hierfür kamen Vertreter von verschiedenen Geologischen Diensten aus ganz Süd-Ostasien zusammen.
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Am 27. Mai 2006 erschütterte ein Erdbeben der Magnitude Mw=6.3 die Südküste Javas und zerstörte große Teile des Distriktes Bantul in der Provinz Yogyakarta.
Mehr als 5700 Menschen wurden getötet, Zehntausende wurden verletzt und obdachlos.
Der Ursache dieser Zerstörung auf den Grund gehend, wurden im Rahmen des Georisk-Projects umfangreiche ingenieurgeologische und geophysikalische Feldarbeiten durchgeführt, um die Baugrundeignung der Region zu bewerten.
Capacity Building für Investmentpromotion in Zentral-Java
Bei der Entwicklung der Wirtschaft in Zentral Java mangelt es häufig an Investoren. Um die Region attraktiver zu machen, werden in Workshops und Trainings die Mitarbeiter der Distriktsverwaltungen in Investmentpromotion geschult. Der DED unterstützt in Zusammenarbeit mit den Behörden die Entwicklung eines „Business- and Investmentguides“ und trägt so zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bei.
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Lokaler Tourismus – Kommunale Wirtschaftsförderung
In dem Dorf Mas-Mas auf Lombok gibt es eine Gemeinschaft, die Touren für Touristen durch das Dorf und die nähere Umgebung anbietet. Zu der Führung gehört auch ein Besuch bei den Ketac-Frauen. In dem Dorf werden noch heute auf traditionelle Weise Untersetzer, Körbe und andere Behälter aus Ketac, einem Rattan ähnlichen Material, hergestellt. Touristen erfahren so mehr über traditionelles indonesisches Handwerk und das Leben in einem indonesischen Dorf. Am Gewinn aus diesen Touren wird das gesamte Dorf beteiligt. Der DED berät zusammen mit dem Planungsamt Praya/Zentral-Lombok das Dorf bei der Vermarktung und Organisation des dorfbasierten Tourismus und trägt so zur Stärkung der kommunalen Wirtschaft bei.
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Kommunikation fördern - Dialoge unterstützen
Im Entwicklungsschwerpunkt „Gute Regierungsführung“ steht die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Förderung der lokalen Wirtschaft im Vordergrund. Dies setzt teilweise auf sehr niedriger Ebene an. Bürgernähe und direkte Zusammenarbeit mit der Bevölkerung sind für die Beamten nicht immer selbstverständlich, aber gerade im Bereich Wirtschaftsförderung ausgesprochen wichtig und sinnvoll. Erste Erfolge sind zu verzeichnen. Zum Beispiel werden jetzt in Zentral-Lombok Workshops für Verpackungstechnik vom Leiter der Wirtschaftsabteilung des Planungsamtes Zentral-Lombok und seiner Kollegin geleitet. Das Amt unterstützt gemeinsam mit dem DED eine lokale Initiative bei dem Vertrieb von lokalen Lebensmittel-Spezialitäten und hat die Verpackungsmaschinen mit teilfinanziert.
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Bewusstsein schaffen
Der Umgang mit Abfällen ist ein sehr großes Problem in Indonesien. Mangelndes Umweltbewusstsein und fehlendes Wissen über Alternativen lassen die Bevölkerung extrem unachtsam mit ihrem Müll und ihrer Umwelt umgehen.
Seit Ende 2008 führt der DED daher in Kupang mit mehreren Kooperationspartnern aus Regierung und Wirtschaft (als sog. CSR – Corporate Social Responsibility Projekt) eine Aufklärungskampagne über den Klimawandel durch. Der Fokus liegt auf der Reduzierung von Plastikmüll und speziell auf dem Verzicht von Plastiktüten. Neben Postern, Broschüren, Radio und Zeitungsreklame wurden in acht Schulen, auf Marktplätzen und mit Beteiligung von Beamten von über zehn Regierungsinstitutionen Aufklärungsarbeit geleistet und Kleinprojekte zu dem Thema finanziert.
Mangrovenpflanzung in Tarakan
In Tarakan, Ost-Kalimantan, gehört neben der staatlichen Erdölindustrie die Fisch- und Garnelenzucht zu den größten Industriezweigen. Die Bepflanzung der Zuchtteiche mit Mangroven erhöht die Erträge der Züchter und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz (sog. „Silvofishery“- Methode). Der DED hat zusammen mit einem indonesischen Erdölkonzern und den lokalen Behörden ein CSR-Pilot-Projekt gestartet (CSR = Corporate Social Responsibility), dass prüft, ob die „Silvofishery“-Methode auch für Tarakan geeignet ist. Dieses CSR-Projekt ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Industrie, Behörden und Durchführungsorganisation.
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Förderung von Transparenz
Korruption und undurchsichtige Geldflüsse in Indonesien und anderen pazifischen Ländern führen zum “paradoxy of plenty”: Trotz enormen Reichtum an natürlichen Ressourcen profitiert die Bevölkerung nur wenig davon, und ein großer Teil lebt in Armut. Zusammen mit der Weltbank unterstützt InWEnt die “Extractive Industry Transparency Initiative“ (EITI) und führt Seminare zur Implementierung des EITI in der Asien-Pazifik-Region durch. Mit EITI werden die Geldflüsse zwischen Regierung und Unternehmen der Erdöl-, Gas- und Kohleindustrie offen gelegt. Zivilgesellschaft, Unternehmen und Regierung arbeiten enger zusammen, Transparenz wird gefördert, die Gelder gerechter verteilt und so ein Beitrag zur Armutsminderung geleistet.

Das Bild zeigt den Gunung Rinjani auf der Insel Lombok, mit 3726m der zweithöchste Vulkan Indonesiens. Entstanden ist die Aufnahme während eines Fluges von Denpasar, Bali nach Ende auf der Insel Flores. Hier hat ein Team von Vulkanologen des Geologischen Dienstes von Indonesien (Badan Geologi) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit Hilfe einer Thermalkamera die Aktivität einiger Vulkane auf Flores vermessen.

Indonesien zählt zu den durch Naturkatastrophen am stärksten gefährdeten Ländern weltweit. Um die gefährdeten Gemeinden bei der Katastrophenvorsorge zu unterstützen wurden verschiedene Organisationen, IT Unternehmen, IT Entwickler, Anwender und Trainer von freien Softwarelösungen für den Aufbau eines freien Geograhphischen Informationssystems (GIS) bezüglich Katastrophenmanagement geschult. Der Workshop wurde gemeinsam von InWEnt und dem International Open Source Network zusammen mit dem indonesischen Ministerium für Forschung und Technologie (RISTEK) durchgeführt.

Hohe Umwelt- und Sozialstandards in Indonesien: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Garnherstellers Indo-Rama Synthetics (IRS) genießen überdurchschnittliche Einkommen und geregelte Arbeitszeiten, sind einschließlich ihrer Familien über ihren Betrieb krankenversichert und können ihre Kinder dank eines betrieblichen Schulgeldes Lesen und Schreiben lernen lassen. Auch internationale Umweltstandards bei Abwasser und Luftemissionen, Recycling, Kühlung und Stromerzeugung werden eingehalten. Gute Arbeitsbedingungen und hohe Motivation der Belegschaft haben IRS zu einem der erfolgreichsten Unternehmen Indonesiens gemacht. Ein Unternehmen, das mit Hilfe langfristiger Darlehen des Entwicklungsfinanzierers DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH so erfolgreich gewachsen ist.

Neugierige Schüler experimentieren mit den einfachen Stromkreisläufen. Das SEQIP-Projekt, eine Kooperation der Finanziellen (FZ) und der Technischen (TZ) Zusammenarbeit, führte zur Föderung des Sachunterrichts Experimentierkästen ein, die inzwischen indonesienweit zum Einsatz kommen.
Management von Georisiken
Um potentielle Schäden zukünftiger Naturkatastrophen zu vermindern muss der Wiederaufbau der durch das Erdbeben und den Tsunami verwüsteten Regionen in Aceh die Exposition gegenüber Naturgefahren berücksichtigen.Ebenso wichtig ist die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Georisiken. Zu diesem Zweck besucht das GEOmobil als fahrende Naturgefahren-Bücherei seit 2007 Grundschulen und öffentliche Ausstellungen. Spielerisch wird der heranwachsenden Bevölkerung mit Hilfe von Liedern, Experimenten, Postern und Filmen, Fachwissen zu Georisiken und Naturgefahren vermittelt. Praxisrelevante Informationen, wie beispielsweise das Verhalten während eines Erdbebens oder Möglichkeiten zur Verminderung des Risikos, werden besprochen und erklärt.
Verminderung von Georisiken
Seit 2003 unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Indonesien im Umgang mit Naturkatastrophen. Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Ebene der Provinzen und Kommunen, die im Zuge des Dezentralisierungsprozesses die Verantwortung für das Naturkatastrophenmanagement und den Schutz der Bevölkerung übertragen bekommen haben. Zusammen mit dem Nationalen Geologischen Dienst von Indonesien (Badan Geologi) wird das Georisiko ausgewählter Pilotregionen analysiert. Möglichkeiten der Risikominderung, im Besonderen durch raumplanerische Maßnahmen, werden aufgezeigt und mit lokalen Regierungen erörtert.
Raumplanungsworkshop für Frauen in Banda Aceh
Im Rahmen des Wiederaufbauprogramms in Aceh steuerte die Deutsche EZ einen wesentlichen Beitrag zur Raumplanung der durch den Tsunami zerstörten Provinz bei. Vor allem auch Frauen bekammen die Möglichkeit, mit auf die Planung Einfluss zu nehmen. Gemeinsam mit der Frauenorganisation PKK des Stadtteils Kuta Alam wurde ein Workshop im Verwaltungsgebäude des Subdistrikts (Kecamatan) durchgeführt. In einer offen geführten Gesprächsrunde konnten alle Anwesenden ihre Wünsche, Bedenken und Vorstellungen für die zukünftige Gestaltung ihres Lebensraumes zum Ausdruck bringen.
"Mobile Einwohneraemter: Dienstleistungen vor Ort im Dorf - bequem und kostenfrei".
Aufgrund der Zerstörungen durch den Tsunami in der Provinz Aceh brach in vielen Teilen der Region das Verwaltungssystem zusammen. Um verloren gegangene Dokumente schnell wieder ausstellen zu koennen wurden als Teil der neuen leistungsfaehigen Administration mobile Dienstleistungseinheiten genutzt. Nach dem Motto: „Dienstleistungen vor Ort im Dorf – bequem und kostenfrei“ wurde der „Ämtergang“ für die vom Tsunami Betroffenen deutlich erleichtert.
Berufsschüler am ATMI in Solo
Die Deutsche EZ engagiert sich in der Berufsbildung, u. a. durch das Kooperationsvorhaben „Indonesian German Institute“, bei dem Berufsschulen bei der Verbesserung der Lehrqualität unterstützt werden.
"Good Governance im Einwohnerwesen - Staatliche Dokumente als Grundvoraussetzung zur Inanspruchnahme oeffentlicher Dienstleistungen"
Eine Foerderungsmassnahme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Indonesien zielt auf eine Verbesserung der „Guten Regierungsführung“ im Einwohnerwesen. Neben der Unterstützung zur Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen wurden die Kapazitäten der lokalen Verwaltungsbeamten durch Aus- und Weiterbildungsmassnahmen gestärkt: Fuer indonesische Bürger sind die staatlichen Dokumente eine Grundvoraussetzung für die Inanspruchnahme öffentlicher Dienstleistungen.
CAP - Community Action Planning
Um eine systematischen Annäherung an die Bedürfnisse der Bevölkerung in den vom Tsunami betroffenen Gebieten wurden CAP-Workshops durchgeführt. Auf partizipativem Wege und anhand von anschaulichen Modellen wurde gemeinsam mit der Bevölkerung die Planung für den Wiederaufbau erarbeitet.